Wenn Erröten zum Problem wird

Psychologen der Universität Köln untersuchen psychophysiologische Ursachen der Furcht vor Erröten

Psychologen der Universität Köln untersuchen psychophysiologische Ursachen der Furcht vor Erröten Die Fähigkeit des Menschen, in sozialen Situationen rot werden zu können, ist eine ganz besondere Körperreaktion, die nur vom Menschen und sonst keinem Lebewesen bekannt ist. Die Forschung geht davon aus, dass bei der Entwicklung dieser Reaktion die Sichtbarkeit des Errötens von besonderer Bedeutung gewesen sein könnte: Evolutionspsychologen argumentieren, dass Rot werden, ein unwillkürliches Signal in peinlichen Situationen für die Umwelt ist: Wenn z. B. eine Person aus Versehen einer anderen Person ein Getränk über die Kleidung geschüttet hat und rot wird, signalisiert sie: Mir ist ein Missgeschick passiert, es tut mir leid. Das Besondere: Rot werden kann man nicht vortäuschen, das Gegenüber weiß also sicher, der Person tut es ehrlich leid. Von manchen Personen wird diese besondere Reaktion aber nicht als hilfreich erlebt: Von Errötungsangst betroffene Personen haben oftmals den Eindruck, besonders deutlich und in unpassenden Situationen rot zu werden. Bisherige Studien zur Messung der Errötungsreaktion hatten jedoch Schwierigkeiten, dies auch wissenschaftlich zu belegen. Im Rahmen einer aktuellen Studie der Universität zu Köln soll nun zum ersten mal mit einem neuen Messgerät die tatsächliche Sichtbarkeit der Errötungsreaktion bei Personen mit und ohne Angst vor Erröten untersucht werden.

Bei Interesse an einer Teilnahme oder zur Klärung weiterer Fragen können Sie uns sehr gerne unter der E-Mail Adresse erroeten@angstinfo.org kontaktieren. Über die Angabe einer Telefonnummer mit kurzem Hinweis, zu welcher Uhrzeit Sie am besten erreichbar sind, wären wir Ihnen dankbar. Wir setzen uns dann umgehend mit Ihnen in Verbindung.